Unterstützung für Führungskräfte Teil 3

Entwicklungsthemen priorisieren
 

Der Vergleich von Soll-Anforderungen mit den Einschätzungen zeigt die Eignung als Führungskraft und die Entwicklungsthemen. Diese Entwicklungsthemen gilt es jetzt im nächsten Schritt zu priorisieren.
Dabei geht es nicht darum auf Vorrat zu lernen und die Führungskraft durch eine Reihe standardisierter Qualifizierungsmaßnahmen zu schicken, sondern die Führungskräfte in die Lage zu versetzen, in der heutigen Situation die richtigen Entscheidungen zu treffen und sich adäquat zu verhalten.
 
Es geht also darum Prioritäten zu setzen und die Führungskraft in den Entwicklungsthemen zu stärken, die für das Unternehmen wichtig sind. Henry Ford bringt es auf den Punkt. „Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten besitzt, die im Moment gefragt sind“.
 
Da sich Unternehmen in einem stetigen Wandel befinden, sind immer wieder andere Kompetenzen gefordert. In Veränderungsprozessen stehen Change-Management Fähigkeiten im Vordergrund.
 
Wenn eine Matrixorganisation eingeführt wird, heißt das Entwicklungsthema „Führen in der Matrix“. Wenn Führungskräfte jedoch zu stark im operativen Tagesgeschäft verortet sind und keine Zeit haben sich diesen Entwicklungsthemen zu stellen, findet keine Qualifizierung statt. Sie bleiben auf der Stufe ihrer Kompetenz stehen und erfüllen nicht die definierten Erfolgskriterien, die das Unternehmen fordert.
 
Es ist dann wie in der Geschichte mit den zwei Waldarbeitern, die zusammen einen Baum sägen und sich dabei sehr schwer tun. Als ein Wanderer des Weges kommt, schaut er den beiden zu und stellt fest, dass die Säge total stumpf ist. Daraufhin gibt er den Waldarbeitern den Tipp, sie mögen doch mal die Säge schärfen, dann hätten sie es leichter. Schwitzend und voller Anstrengung geben die Arbeiter zur Antwort:“Dafür haben wir keine Zeit, wir müssen den Baum umsägen“.