PRINCE2 Professional Assessment - ein aussagekräftiges Qualitätssiegel!

Vom 5. bis 7. Februar fand das erste - deutsche - P2 Professional Assessment Center statt. Dieses Assessment ist im Vergleich zu den bekannten Projekt-management Qualifizierungen in seiner Tiefe und Qualität einmalig! Wissen wird bei den gängigen PM Methoden durch schriftliche und mündliche Tests und Prüfungen evaluiert. Aber es gibt neben dem Professional aktuell kein Werkzeug zur Evaluierung des Könnens.

Können heißt, zeigen, wie das gewünschte Projekt-Ergebnis durch die richtige Anwendung der richtigen Methode erreicht werden kann. Damit liefert dieses Assessment eine belastbare Aussage sowohl für Projektmanager als auch für Auftraggeber.

Für diese erste Veranstaltung in Deutschland trafen sich sieben Anwärter und das Assessment Center Team  am Abend des 5.2.2014 in der "Zugbrücke". Nach einer kurzen persönlichen Vorstellung ging es gleich weiter mit organisatorischen Details. Dort wurde auch der "Stundenplan" vorgestellt und - wie angekündigt - ging es nach dem Abendessen in die erste Session.

 

Jetzt gehts los

Für die einzelnen Sessions wurden die Gruppen kontinuierlich durchgemischt. Bei meiner ersten Session hatte ich das Glück, dass ich die anderen Teilnehmer in meiner Gruppe bereits kannte. So war es, trotz der fortgeschrittenen Stunde eine schöne Gelegenheit, wieder mal mit Kollegen zusammenzuarbeiten: Was gehört in den Business Case? Ist gestiegene Mitarbeitermotivation ein Nutzen? Wie kann man diesen quantifizieren, wie bewerten? Wo gibt es Bedrohungen, welche Chancen eröffnen sich? Zusätzlich zur fachlichen Qualität der eigenen Beiträge, spielte auch der richtige Mix eine entscheidende Rolle: strukturiertes und sachliches Argumentieren, Durchsetzungsfähigkeit, Rücksichtnahme und Empathie -
genau wie in einem richtigem Projekt!

Nach der ersten Session ging es noch ans Netzwerken. In Anbetracht der fortgeschrittenen Stunde und des dichten Stundenplans für den kommenden Donnerstag gingen aber alle Teilnehmer recht zeitig auf ihre Zimmer.
 

Die Temperatur steigt

Am Donnerstag ging es in aller Frühe los und so richtig ans Eingemachte. Wie strukturieren und budgetieren wir das Projekt? Wen nehmen wir ins Team und mit welcher Rolle? Wie kommunizieren wir, welche Berichtsinhalte brauchen wir, um das Projekt zu steuern? Und wie stellen wir sicher, dass die geforderte Qualität erreicht wird? Lauter Fragen aus dem Tagesgeschäft eines Projektmanagers. Jetzt traten auch die Charaktere der Teilnehmer offen zu Tage. Da war es kein Wunder, dass in manchen Sessions die Raumtemperatur deutlich anstieg. So verging der Tag wie im Flug und am Donnerstagabend waren wir dann alle so geschafft, dass wir uns nur kurz an der Bar trafen.
 

Jetzt werden wir gegrillt

Am Freitag hieß es nochmal, alles zu geben. Zwischenergebnisse gab es nicht und unsere Assessoren hatten sich - auch an der Bar  - als undurchschaubar erwiesen. Also wusste keiner, wie es um ihn steht. Das bedeutete für das persönliche Interview nochmal volle Aufmerksamkeit und Konzentration. Welcher Projektmanager wurde noch nie vom Lenkungsausschuss "gegrillt"?
Mit leichten Brandverletzungen ging es weiter in die verbliebenen Sessions. Da lief es nun wesentlich leichter. Wir kannten uns mittlerweile gut genug, um die jeweiligen Stärken und Schwächen recht gut einschätzen zu können - auch das wie im richtigen Projekt. Und was macht es schon, wenn man mal daneben liegt - entscheidend ist es, im Team zu arbeiten und die wichtigen Punkte zu machen! So verging der Freitag wie im Flug und nach Zusammenfassung, Feedback und Verabschiedung ging es an die Heimreise.
 

Es hat sich gelohnt

Zum Ende des Assessment Center kannten wir die finale Auswertung und das offizielle Ergebnis noch nicht. Wir wussten also nicht, ob wir konstant und gut genug gearbeitet und uns präsentiert hatten und uns damit als würdig für den Professional erwiesen hatten. In jedem Falle hat sich die Teilnahme gelohnt, da ich mich selbst und andere in einer Situation erlebt habe, die einem wahren Projekt extrem ähnlich ist.
 

Ein intensives und praxisnahes Erlebnis

Mein Dankeschön geht an die Assessoren Chris und Guntram, die uns auf den Zahn gefühlt haben und dabei immer sehr einfühlsam und konstruktiv vorgegangen sind. Mein besonderer Dank geht an unseren Moderator Jan. Er hat uns sicher und mit viel Verständnis und Humor durch das Assessment geführt. Ich möchte auch den anderen Teilnehmern danken. Sie haben dieses PRINCE2 Professional Assessment Center zu einem intensiven, praxisnahen und lehrreichen Erlebnis gemacht.